Osteopathie

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Kernkompetenzen /

Praxisstandards

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European Register for Osteopathic Physicians 39 rue de Zurich 67000 Strasbourg

Tel.: 0049 (0) 621  436266-92
Fax: 0049 (0) 621  436266-91
E-Mail:
info@erop.org

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

   
 

 

 




 

 
Copyright EROP 2012
 


     
 

Vorwort

EROP Richtlinien:
Kernkompetenzen und Praxis Standards

in der Osteopathischen Medizin

In der EROP-Deklaration (2009) wurden Standards für die Konzepte und Prinzipien einer modernen Osteopathischen Medizin definiert, integriert in die normale medizinische Versorgung der europäischen Gesundheitssysteme. Diese Übersicht ist eine allgemein anerkannte Basis für die Evidence informierte und patientenzentrierte Sichtweise der Osteopathischen Medizin.

Die EROP-Richtlinien für Kernkompetenzen und Praxis Standards in Osteopathischer Medizin ergänzen die EROP Deklaration zur Osteopathie. Sie spielen eine zentrale Rolle bei den Voraussetzungen und Zielen einer Fortbildung in Osteopathischer Medizin und dem Erreichen und Beibehalten einer Registrierung im EROP (European Register for Osteopathic Physicians)

Kernkompetenzen und Praxis Standards in Osteopathischer Medizin:

Diese Richtlinien gründen sich auf:

·       Die 2500 Jahre alten Traditionen medizinischer Ausbildung in Europa

·         Den „international code of medical ethics“

·         Den 7 Kernkompetenzen der AOA (American Osteopathic Association)

·         Der Mission und Vision der OIA (Osteopathic international Alliance)

·         Den Praxis Standards des GEOSC (General Osteopathic Council)

·         dem Wissen und der Erfahrung aller EROP-Mitglieder

Im osteopathischen Fortbildungsprozess kann man die Inhalte und die Zielpunkte definieren. Das EROP hat bereits einen minimalen Standard für die Inhalte der Fortbildung definiert; dies ist auch Bestandteil der Satzung. Das Ziel dieser Richtlinie ist es, die Kernkompetenzen und Praxis Standards für osteopathische Ärzte in Europa zu definieren.

Osteopathischer Arzt in Europa (EROP-Definition):

„Ein voll approbierter Arzt mit oder ohne medizinische Spezialisierung. Zusätzliche postgraduierte akademische und professionelle Fortbildung in Osteopathischer Medizin (OM),die zu einem Diplomabschluss führt. Der Erwerb der diagnostischen und therapeutischen Fähigkeiten für die OM erfordert ein Fortbildungsprogramm von mindestens 700 Stunden über einen Zeitraum von mindestens 4 Jahren.

Der Ausbildungsstandard in OM erfordert Kenntnisse und praktische Fertigkeiten in allen drei Gebieten der Osteopathie: parietal, visceral und cranio-sacral. Der Osteopathische Arzt ergänzt und erweitert das etablierte Medizinsystem im Kontext einer integrierten Patientenversorgung. Er bemüht sich sowohl um eine Evidenz basierte als auch patienten-zentrierte Medizin.“

Osteopathie Definition der WOHO (World Osteopathic Health Organisaiton): 
 

Osteopathie ist ein etabliertes und anerkanntes Gesundheitssystem das auf dem manuellen Kontakt im Rahmen der Diagnose und Behandlung beruht. Osteopathie respektiert die Beziehung von Körper, Geist und Seele bei Gesundheit. Sie betont die strukturelle und funktionelle Integrität des Körpers und die intrinsische Tendenz zur Selbstheilung. Osteopathische Behandlung wird als facilitierende Kraft betrachtet, die diesen selbst- regulatorischen Prozess stimuliert.

EROP Richtlinien:

Das Ziel des EROP ist es, den WOHO-Rahmen auf einen europäischen Standard einer osteopathischen medizinischen Versorgung abzustimmen. Ein Weg wäre, noch mehr Details in der osteopathischen Fortbildung festzulegen und die EROP-Liste der Kern Punkte des Fortbildungsprogramms zu erweitern. Mehr Details und mehr Unterpunkte führen aber nicht notwendigerweise zu einem kompetenteren osteopathischen Arzt. Die wichtigeren Aspekte sind die Kernkompetenzen und die Ziele einer osteopathischen Fortbildung.

7 Kernkompetenzen und Praxis Standards (EROP)

1.    Medizinische Professionalität und komplementäre Medizin

2.    Prinzipien und wissenschaftliche Basis der Osteopathischen Medizin

3.    Persönliche Qualitäten und Fähigkeiten

4.    Praxisbezogene Anwendung

5.    Partnerschaft mit dem Patienten

6.    Praxisbasiertes Lernen

7.    Systembasiertes Lernen

Ein Ziel dieser Kernkompetenzen und der Praxisstandards ist die Gemeinsamkeit und die Unterschiedlichkeit zwischen Osteopathen und Osteopathischen Ärzten klarzustellen. Voll lizenzierte osteopathische Ärzte haben einen spezifischen integrierten Ansatz für ihre Arbeit mit dem Patienten. Dies liegt am medizinischen und osteopathischen Hintergrund der Ausbildung. Osteopathische Ärzte sind in erster Linie Ärzte und in zweiter Linie Osteopathen.

Ein weiterer Grund für diese Richtlinien ist die Klarstellung, dass Osteopathische Medizin eine Philosophie, eine Wissenschaft und eine Kunst ist. Sie ist nicht nur einfach eine manuelle Technik, die Bestandteil der traditionellen manuellen Medizin in Europa ist.